Gesundheitsfrau Therese Berger

Schicksalsschlag führt zu Dienst an Frauen

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Therese Berger (Bild: zVg)
Therese Berger wohnt an einem hübschen Flecken in der Region Thun, wo sie ihre Wellness-Oase betreibt und Frauen ganzheitlich begleitet. Naturheilkunde ist ein wesentlicher Teil darin. Ein schmerzhafter Verlust öffnete ihr Türen zu vielen Herzen.

Massage- und Aromatherapie, Naturwellness und -heilkunde, Hormonselbsthilfe-Begleiterin, Gesundheitsberaterin und Coaching in «lebe leichter»; hört sich nach viel an, hängt jedoch oft auch zusammen. Die Pflegefachfrau Therese Berger ist mittendrin – esoterikfrei.

Gesundheit, Gebet, Ganzheitlichkeit

Die ganzheitliche Gesundheit wurde durch die Pandemie erneut zu einem wichtigen Thema. Livenet traf die christliche Naturheilkundlerin zum persönlichen Gespräch, in dem sie den Livenet-Lesern auch praktische Tipps für eine verbesserte Alltagsgestaltung mitgibt.

Wie kamen Sie zu den Gesundheitsthemen?
Therese Berger:
Durch meinen Beruf als Pflegefachfrau war ich lange Zeit sehr schulmedizinisch geprägt. Vor elf Jahren absolvierte ich einen Kurs als Naturwellness-Begleiterin. Dort wurde vieles angerissen und im Anschluss war für mich klar, dass ich in Richtung Massage/Aromatherapie weitergehen möchte. Nach weiteren Ausbildungen durfte ich vor sechs Jahren auf unserem Hof meine Naturwellness-Oase eröffnen. Sie soll Naturverbundenheit und Ruhe bieten, besonders für Frauen. Es kommen auch Männer ins Natur-Wellness. Sie sind aktiver, wollen oft Muskeln lockern, sind zielorientierter und gehen dann grad wieder los.

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Therese Berger
Hatten Sie in Ihrem Leben ein Schlüsselerlebnis mit Gott?
Im Jahr 2007 erwartete ich unser fünftes Kind. Wir waren alle voller Vorfreude und die Schwangerschaft verlief problemlos. Zwei Wochen vor Geburtstermin fühlte ich mich plötzlich unwohl. Im Spital stellte sich heraus, dass ich eine vorzeitige Plazentaablösung hatte, welche akute, massive, lebensbedrohende Blutungen auslöste. Ich wurde sofort narkotisiert und operiert. Als ich erwachte, erfuhr ich, dass unser Emanuel bereits kurz vorher in meinem Bauch gestorben war. Ich erfuhr auch, dass mein Leben nur noch an einem dünnen Faden hing und das ganze Team um mein Überleben kämpfte. Gott nahm mich noch nicht zu sich in den Himmel. Scheinbar hatte er noch Aufgaben für mich hier auf der Erde. In vielen stillen und auch tränenreichen Stunden sprach ich mit Gott darüber, und ich fasste den Entschluss, den Rest meines Lebens noch besonders in sein Reich zu investieren. Dabei legte Gott mir insbesondere die Frauen und das Gebet ans Herz. Meine einzige Tochter hatte zuvor intensiv für eine Schwester gebetet.

In allem hatte ich die Gewissheit, Gott lässt mich nicht im Stich; ein kindliches Vertrauen. Das Vaterherz, seine Liebe hatte ich noch nie so stark erlebt. Und deshalb möchte diese Zeit nicht missen. Er hatte mich stark vorbereitet, und das hatte dann trotz allem gepasst. Gott hat mich aber doch noch beschenkt – nach zwei Jahren kam tatsächlich das Schwesterchen, wofür so herzhaft gebetet worden war.

Wie sieht demnach das Gebet in Ihren Angeboten und im persönlichen Alltag aus?
Es kommt immer wieder vor, dass vor allem Frauen das Herz öffnen und wir noch gemeinsam beten. Diese Momente sind immer besonders berührend. Das gemeinsame Gebet ist Ermutigung pur.

Vor jeder Behandlung und Beratung bete ich im Stillen und bitte Gott um seine Führung und Leitung. Durch verschiedene herausfordernde Erlebnisse habe ich das Gebet sehr schätzen gelernt, es hat seit Jahren einen hohen Stellenwert. Ich liebe die Stille am Morgen in der Gemeinschaft mit Gott, das Hören und das Reden. Beides gehört für mich dazu. Mir liegen besonders Frauen am Herzen, welche keine Gebetspartner oder -partnerinnen haben. Im «fire-abend Frauengebet» entfachen wir das gemeinsame Gebetsfeuer.

Sollte nach der Pandemie ein Paradigmenwechsel im Umgang mit der Gesundheit, Lebensstil, etc. stattfinden?
Ich wünsche mir, dass der Prävention mehr Raum gegeben wird. Wer sprach während der Pandemie davon, wie wir das Immunsystem stärken können und was uns zur Ruhe kommen lassen kann? Es waren vereinzelte Stimmen in dem ganzem Wirrwarr von Ängsten und Unsicherheiten. Es wäre wichtig, dass die Bevölkerung im Bild ist über gesunde Ernährung, Stressmanagement und warum Bewegung so elementar ist. Aus Erfahrung weiss ich, dass Dankbarkeit sich sehr auf unser Wohlbefinden und auch auf unsere Gesundheit auswirkt. Ebenso wichtig und befreiend sind versöhnte Beziehungen. Versöhnt mit Gott, mit sich selbst und wo möglich auch mit anderen Menschen.

… und auch mit der Natur, Sie haben ja einen naturnahen Ansatz?
Für die Natur wünsche ich mir, dass wir sorgfältig mit den Ressourcen umgehen und den Boden schonend bearbeiten. Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung den Segen des Aufenthaltes in der Natur, insbesondere auch im Wald neu entdecken kann.

Was ist Ihnen im Bereich Ganzheitlichkeit besonders wichtig? Gibt es einfache Tipps, die man im Alltag berücksichtigen kann?
Körper:
Vollwertige Ernährung bevorzugen, genügend Trinken, regelmässige Bewegungseinheiten sowie Ruhe-Inseln im Alltag einbauen.
Seele: Dankbarkeit pflegen, weil sie Zufriedenheit generiert. In negativen Situationen bewusst etwas Gutes suchen und für diesen Punkt im Gebet danken. So gibt es oft einen befreienden Perspektivwechsel.
Geist: Ruhen am Vaterherz Gottes, bei ihm einfach sein, sich lieben lassen, hören und mit ihm sprechen. Beten kann man den ganzen Tag immer wieder, beim Kochen, Bügeln, Gartenarbeit, Spazieren…

Erzählen Sie uns doch zwei Genesungs- oder Gesundheits-Geschichten.
Eine Frau kam zu mir in die Beratung wegen eines Hautproblems an den Händen, welches sie schon seit längerer Zeit hatte und welches einfach nicht bessern wollte. Gemeinsam haben wir die Situation analysiert und uns entschlossen, die Leber mit Bitterstoffen zu unterstützen und in der Ernährung viel Gemüse und Obst einzubauen und auf die Vollwertvariante zu achten. Süssigkeiten und raffinierte Produkte verschwanden nicht ganz, wurden aber reduziert. Sie achtete auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ca. 2,5l/d) und bewegte sich regelmässig. Innerhalb weniger Wochen wurde die Haut heil, und die Frau hat zugleich auch noch einige Kilos an Körpergewicht verloren.

Eine weitere Frau hatte seit Jahren mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Gemäss ihrer Aussage hatte sie so ziemlich alles ausprobiert, was es auf dem Markt gab. Immer wieder holte sie der Jojo-Effekt ein. Von einer Freundin hörte sie von den «Lebe leichter Kursen» und meldete sich an. Das ist ein ganzheitliches Konzept zum Abnehmen. Zu dieser Zeit war sie in einer Phase, in der sie sehr ausgelastet war und sich etwas Gutes tun wollte. Der Erfolg blieb nicht aus. Sie nahm während drei Monaten ca. 10kg ab und konnte das Gewicht anschliessend auch halten. Sie war sehr glücklich für etwas, was absolut alltagstauglich war und freute sich über ihren Erfolg – nach so vielen Misserfolgen.

Zur Webseite:
Naturwellness Oase

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Datum: 14.04.2022
Autor: Roland Streit
Quelle: Livenet

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