Russische Bibelgesellschaft

Wie die Bibel nach Sibirien kommt

An den Flüssen Sibiriens verbreitet Alexej Bujatov – Mitarbeiter der Russischen Bibelgesellschaft – Bibeln mit einem Boot.
Mit einem Schiff war der Leiter des Bibelhauses in Novosibirsk in diesem Sommer im westsibirischen Tiefland unterwegs. Wie Bujatov berichtet, kämpfen die Menschen dort um ihr Auskommen. Eine Bibel könnten sie sich nicht leisten; daher bekommen sie sie geschenkt.

Menschen beeindruckt

800 Evangelien und Kinderbibeln hat Bujatov an 13 Orten verteilt. An einigen Orten habe er eine vollständige Materialsammlung an Kindergärten, Schulen oder öffentliche Bibliotheken weitergeben können. Die Sammlung besteht aus 14 Büchern mit Bibeln und Kinderbibeln sowie biblischem Lern- und Anschauungsmaterial. Bulatov: «Die Menschen reagieren freudig und sind beeindruckt, dass sich jemand auf eine insgesamt 1‘000 Kilometer lange Reise macht, um ihnen Gottes Wort zu bringen. Ein Mann versprach mir, die Bibel von vorne bis hinten durchzulesen, nur weil Gottes Wort so eine weite Strecke zurückgelegt hat.»

Für das Projekt «Gottes Wort – bis ans Ende der Welt» sucht die Aktion Weltbibelhilfe Unterstützung. Dabei geht es auch um die Übersetzung der Bibel in die Sprache Jakut. Sie wird von fast einer halben Million Menschen gesprochen.

Neues Testament liegt vor

Früher waren sie Nomaden; heute leben sie im nordöstlichsten Teil Sibiriens am Fluss Lena. Laut Weltbibelhilfe wünschen sie sich sehnlichst die vollständige Bibel in ihrer Muttersprache. Das Neue Testament liegt bereits vor; jetzt wird am Alten Testament gearbeitet. Zwei Einheimische wurden in Hebräisch ausgebildet, um den Urtext direkt ins Jakutische übersetzen zu können.

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Datum: 16.12.2011
Autor: Bruno Graber
Quelle: Weltbildhilfe

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