Er hatte sie rausgeworfen

Gehörloses Mädchen bringt muslimischen Vater zum Glauben

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Einsamkeit beherrscht den Alltag vieler gehörloser Kinder. So auch Busara. Freundschaft und Annahme fand sie in ihrer Schule und der Gehörlosengemeinde – doch ihre Familie warf sie zuhause raus. Erst als ihr Vater krank wurde, änderte sich etwas.

Viele gehörlose Kinder in Entwicklungsländern wachsen völlig isoliert auf. Die Eltern können meist keine Gebärdensprache und so haben die Kinder vielfach keine Möglichkeit, sich zu verständigen, bis sie im besten Fall eine Sonderschule besuchen können. Doch so kommen die meisten Kinder erst zwischen sieben und neun Jahren erstmals mit der Gebärdensprache in Kontakt, berichtet Rob Myers von der Organisation DOOR International, die sich für Gehörlose weltweit einsetzt. «Sogar die Lehrer werden dann oft zur zweiten Familie der Gehörlosen. Denn dies ist für viele das erste Mal, dass sie die Möglichkeit haben, Informationen zu bekommen und Freunde finden, mit denen sie auf ihrer Herzenssprache sprechen können.»

Einsam am Familientisch

So auch ein Mädchen aus Tansania, das wir Busara nennen. Da niemand in ihrer Familie die Gebärdensprache konnte, fühlte sie sich seit jeher sehr allein. «Die Mehrheit von ihnen können noch nicht einmal richtig mit den eigenen Eltern kommunizieren», erklärt Myers. «Es kommt häufig im Alltag der Gehörlosen vor, dass die Familie um den Essenstisch sitzt, es wird gesprochen, gelacht und Informationen ausgetauscht. Aber diese gehörlosen Kinder sind von jeder Information abgeschnitten.»

Vom Vater rausgeworfen, aber…

Als ein Gemeindegründungsteam von DOOR International Busaras Gehörlosenschule besuchte, hörte sie zum ersten Mal von Jesus. Sie war sofort begeistert und nahm Jesus in ihr Leben auf. Als die streng muslimische Familie das mitbekam, reagierte sie nicht gut und warf das Mädchen aus dem Haus. Die Gehörlosenkirche im Ort nahm sie auf und gab ihr ein Zuhause.

Dann wurde Busaras Vater schwer krank, aber der Familie fehlte das Geld für eine Behandlung. Ohne zu zögern zahlte Busaras Kirche die Ausgaben. Das bewegte ihren Vater zutiefst – und auch er nahm Jesus in sein Leben auf.

An vielen Orten würde auf Gehörlose herabgeschaut und geglaubt, dass sie gar nicht fähig seien, an Gott zu glauben, erklärt Myers weiter. «Doch wenn ein junger gehörloser Mensch zum Glauben kommt, kann er tatsächlich seine ganze Familie verändern!»

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Datum: 12.11.2021
Autor: Kevin Zeller / Rebekka Schmidt
Quelle: CBN News / Übersetzt und bearbeitet von Livenet

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