Neue Funde

Tempelberg-Geschichte wird verändert

Sie stammen direkt vom Tempelberg und sind von historisch unschätzbarem Wert. Doch die Verwalter der muslimischen Teile der Stätte haben die steinernen Zeitzeugen aus der jüdischen Tempelzeit achtlos als Bauschutt ins Kidrontal gekippt. Professor Gabriel Barkay untersucht den Aushub – die Funde würden die Tempelberg-Geschichte verändern.

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Der Tempelberg und in der Mitte ist der Felsendom zu sehen.
Mit Hilfe vieler Freiwilligen analysiert Gabriel Barkay die historisch wichtigen Aushübe, die im Tempelberg getätigt und ins Kidrontal geschüttet wurden. Gegen Ende der 1990er-Jahre startete die muslimische Verwaltung, die Waqf-Stiftung, mit illegalen Bauten unterhalb des Tempelberges, um eine riesige Moschee zu errichten; an dem Ort der vorher als «Ställe Salomos» bekannt war. Geschichtsträchtiges Erdreich wurde ohne archäologische Supervision abgetragen.

«400 Lastwagen-Ladungen Bauschutt wurde weggefahren», sagt Professor Gabriel Barkay, der den Aushub untersucht. Vor bereits zehn Jahren startete der Gelehrte der Bal-Ilan Universität eine historische Rettungsaktion. Heute werden Staub und Stein im Nationalpark Emek Zuim nahe dem Tempelberg untersucht.

Durch den Moscheebau wurden die verschiedenen Gesteinsschichten durcheinander geworfen. Das schmälert den wissenschaftlichen Wert.

Fundstücke

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Professor Gabriel Barkay
Dennoch entdeckt Barkay immer wieder Fundstücke. «Wir entdecken Gegenstände aus allen Perioden des Tempelberges.» Darunter solche, die belegen, dass das Areal seit Jahrtausenden in jüdischer Hand war.

Erst vor kurzem schrieb Barkay: «Wir haben wichtige Ausarbeitungen, welche die bisher niedergeschriebene Geschichte der verschiedenen Tempelberg-Perioden untermauern werden.» So sind nun bald rund 100'000 Töpferei-Überreste statistisch erfasst und chronologisch sortiert. Sobald diese Arbeit abgeschlossen ist, werde daraus äusserst interessantes Wissen hervorgebracht, verspricht Gabriel Barkay auf der Ausgrabungswebseite.

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Die Tempelberg-Untersuchung

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Datum: 07.11.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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