Wende im Traum

Ein hasserfüllter Atheist findet Frieden

Zoom
Kevin Knuckles (Bild: Screenshot Youtube)
Kevin Knuckles nahm Drogen und höhnte über die Bibel. Er war entschiedener Atheist und lebte getrennt von seiner Frau und den Kindern bei seiner Geliebten. «Ich lag im sterben», erinnert er sich; dennoch glaubte er, er würde sein bestes Leben leben.

In einer Bibelstunde in der Jugendstrafanstalt fragte Kevin Knuckles höhnisch, ob alle biblischen Autoren schizophren seien, woraufhin er prompt rausgeschmissen wurde. «Ich war ein hasserfüllter, gewalttätiger und drogenabhängiger Mann», gesteht Kevin. «Ich war die meiste Zeit meines Lebens wirklich gegen Christus.»

Eine spöttische Arroganz herrschte in Kevins Herz von dem Moment an, als er die bedrückende katholische Heuchelei seiner irischen Eltern erkannte. Es kam soweit, dass er seiner Frau sagte, sie solle ihre Bibel wegwerfen oder sich verabschieden.

Als Mitglied einer Rockband lebte Kevin lange Zeit ein Leben der Drogen und im Ehebruch. Er spritzte sich Heroin – und später, auf der Suche nach einem billigen Ersatz, missbrauchte er Methadon, das Süchtige vom Heroin wegbringen soll.

«Ich lag im Sterben»

Er lebte mit seiner Geliebten zusammen und vernachlässigte seine Kinder. «Ich habe meine Familie bis zum Äussersten getrieben. Ich lag buchstäblich im Sterben. Ich dachte, ich würde mein bestes Leben leben. Aber mein Zustand war so kaputt.»

Beim Versuch, nach zwei Methadon-Überdosen einen Entzug zu machen, krümmte sich Kevin tagelang in emotionalem Aufruhr und körperlichen Qualen und fand keine Ruhe. Er musste sich übergeben und konnte nicht schlafen.

«Ich war völlig verzweifelt und konnte es nicht mehr aushalten», erinnert sich Kevin. Während er sich die meiste Zeit seines Lebens über das Christentum lustig gemacht hatte, schrie er nun zu Gott: «Gott, bitte sei mir gnädig!»

Erstmals wieder Schlaf gefunden

In dieser Nacht geschah nichts, aber in der nächsten Nacht schrie er erneut, diesmal zu Jesus. Dann geschah etwas Bemerkenswertes. «Ich lag in Fötusstellung, zitterte, schwitzte und konnte weder in meinem Körper noch in meinem Geist Ruhe finden», erinnert er sich. «Sobald ich den Namen Jesus anrief, wurde ich plötzlich von völligem Frieden und Ruhe erfüllt. Obwohl ich die meiste Zeit meines Lebens damit verbracht hatte, über ihn zu lästern, nicht an ihn zu glauben und mich über Menschen lustig zu machen, die es taten, war ich so zerbrochen und wusste nicht, wohin ich mich wenden sollte, dass ich einfach zu ihm rief.»

Zum ersten Mal seit Tagen schlief Kevin in dieser Nacht. «Ich fand sofort Frieden, mein Körper hörte auf zu zittern, meine Temperatur und mein Herzschlag regulierten sich», erinnert er sich.

Ein unheimlicher Traum

Er träumte einen Traum, der so intensiv und real erschien, dass er eher eine Erinnerung an ein reales Ereignis war als ein nebulöser Traum. «Ich konnte mich an nichts aus dem Traum erinnern, ausser an zwei Dinge. Das eine war, dass es in dem Traum um meine Frau Kelly ging, die ich oft betrogen hatte. Und das andere war die Zahl 38.»

Es war unheimlich. Kevin schlief wieder ein und hatte einen weiteren Traum, der ihm wieder das überwältigende Gefühl gab, dass es sich um ein reales Ereignis handelte. Aber wieder konnte er sich an nichts erinnern – ausser an zwei zufällige Fakten, wie beim ersten Traum. «Alles, woran ich mich erinnern konnte, war, dass es um meinen Sohn Patrick und die Zahl acht ging.»

Auf dem falschen Weg

Am nächsten Tag hatte er nur noch «Kelly, 38, Patrick, 8» im Kopf. Er konnte an nichts anderes mehr denken. Kevin erkannte, dass er auf dem falschen Weg war. Alles, was er wusste, war, dass er seine Frau und seinen Sohn zugunsten seiner Geliebten und dessen Sohn vernachlässigt hatte.

Er kehrte nach Hause zurück und tat Busse. Seine Frau und sein Kind waren nicht gerade erfreut, ihn zu sehen. Aber er versuchte, sein Leben umzukrempeln.

Kelly, 38, Patrick, 8 – diesen Code hatte er aber weiterhin nicht geknackt. Kevin wandte sich an den einzigen Ort, von dem er wusste, dass er die Botschaft möglicherweise entschlüsseln konnte. Er schrie wieder nachts zu Jesus…

Das Wort

«Ich wurde wie von einem Blitz in den Kopf getroffen. Ich sah ein Licht in meinem Kopf wie einen Blitz. Ich war getroffen», erinnert sich Kevin. «Mein erster Eindruck war, dass ich ein Aneurysma hatte.» Er fiel zu Boden, ging auf die Knie und begann zu betteln: «Bitte, Jesus, sag mir, was das bedeutet.»

Dann hörte er ein audibles Wort, erinnert sich Kevin. «Es war buchstäblich die Stimme Gottes. Jede Faser meines Wesens, mein gesamtes kollektives Bewusstsein, hörte Gott ein Wort sagen.» Das Wort lautete «Psalm». Er hatte das Buch der Psalmen nie gelesen. Im Gefängnis hatte er das Buch der Offenbarung gelesen, aber nur, um eine Grundlage zu finden, sich über Christen lustig zu machen.

Psalm 38, Vers 8

Also ging Kevin zu einem Bücherregal im Gästezimmer und kramte die Bibel seiner Frau heraus. «Ich wusste genau, wo die Bibel lag, denn es hat mich immer geärgert, dass sie in meinem Haushalt war. Ich habe dieses Buch gehasst. Wir stritten uns immer darüber. Einmal habe ich zu ihr gesagt: 'Entweder dieses Buch oder ich. Entweder dieses Buch wandert in den Müll oder ich verlasse das Haus.' Meine Frau, Gott segne sie, sagte mir: 'Raus hier.'»

Aber jetzt erhob sich Kevin vom Boden, rannte ins Gästezimmer, schnappte sich die Bibel, rannte zurück in sein Schlafzimmer, nahm die Bibel und schlug sofort Psalm 38, Vers 8 auf und las: «Zerschlagen liege ich da, am Ende meiner Kraft. Vor Verzweiflung kann ich nur noch stöhnen.» (In den deutschen Übersetzungen handelt es sich um Psalm 38, Vers 9).

Wende an Ort und Stelle

Kevin Knuckles erinnert sich: «In diesem Moment bekehrte ich mich vollständig zum Glauben an Jesus Christus. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben», erkannte er. «Ich brach in Tränen aus und weinte hysterisch.» «Ich glaube an dich», sagte Kevin zwischen heftigen Schluchzern. «Ich bin all dessen nicht würdig. Ich werde alles tun, was du sagst. Ich gehöre zu dir!»

Kevin hatte sich mit seinem Leben von seiner Frau und dem Sohn entfremdet. Der Rest von Psalm 38 diente ihm. «Dieser Psalm hat mein Leben gerettet. Jesus Christus hat mein Leben gerettet. Er hat mir seine Wahrheit durch diesen Psalm gezeigt. Bis zu diesem Moment wurde mein Leben schon unzählige Male durch die Gnade und Barmherzigkeit Gottes gerettet.» Er erlebte eine völlige Veränderung seines Lebens.

Zum Thema:
«Ein echtes Wunder»: Der Weg aus Drogen und Hass in ein glückliches Leben
Kinder sahen ihn high: Er wiederholte die Fehler seines Vaters
Während des Ramadans: Unglaublich, was er im Traum sah

Datum: 01.12.2021
Autor: Michael Ashcraft / Daniel Gerber
Quelle: Godreports / Übersetzung: Livenet

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

RATGEBER

Zielbewusst und entspannt Gute Vorsätze für 2023
Die ruhigere Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr scheint dazu einzuladen, dass man sich überlegt...

Adressen

CGS ECS ICS