«Arme berauben für Reiche»

Warum sich Christen um die Super League kümmern sollten

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Der christliche UK-Abgeordnete Tim Farron erklärt, warum Christen sich mit der europäischen Fussball Super League befassen sollten. Er spricht davon, dass es darum gehe, «Arme zu berauben, um den Reichen zu helfen».

Der britische christliche Parlamentsabgeordnete Tim Farron hat die Pläne für die europäische Fussball Super League unter die Lupe genommen.

Zur Erinnerung: Am Montag sorgten zwölf abtrünnige Fussball-Unternehmen für ein Erdbeben: Sechs Vereine aus der englischen Premier League – Manchester United, Manchester City, Liverpool, Arsenal, Chelsea und Tottenham Hotspur – gehören zu den Gründungsmitgliedern der Fussball Super League, zusammen mit den spanischen Clubs Real Madrid, Barcelona und Atlético Madrid sowie den italienischen Top-Teams Inter Mailand, Juventus und AC Mailand.

Die Gegenreaktion von anderen Vereinen, Fans, UEFA und Sponsoren ist enorm. Und nun sagt der christliche Politiker Tim Ferron, dass hier das Geld über die Fans gestellt wird und dass «buchstäblich die Armen beraubt werden, um den Reichen zu helfen».

Für Christen nicht trivial

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Tim Farron (Bild: Wikipedia / CC BY 3.0)
Ferron weiter: «Mit einem Schlag untergräbt es den Gemeinschaftsaspekt des Spiels und stellt es komplett auf eine kommerzielle Geldmacherebene. Es sind die wenigen Eliten, die das Spiel des Volkes ruinieren, ohne einen Gedanken an die Fans und nur des Geldes wegen.»

Die Entwicklung sollte nicht nur Fussballfans beunruhigen, sondern auch Christen aufmerken lassen. «Sie denken vielleicht nicht, dass dies ein Bereich ist, zu dem Sie eine Meinung haben müssen oder dass es einfach zu trivial für Christen ist, um eine Meinung darüber zu haben.»

Es geht gesellschaftlich gesehen aber um mehr. «Die Super League stellt Fragen der Korruption, der Machtkonzentration, des Zusammenhalts in der Gemeinschaft, des Strebens und der Charakterbildung für junge Menschen.» Alles Themen, zu denen gerade Christen etwas zu sagen haben.

Fällt das Kartenhaus?

Mitte Woche stiegen die britischen Clubs in einer Kettenreaktion einer nach dem anderen wieder aus. Arsenal entschuldigte sich sogar: «Wir haben einen Fehler gemacht und entschuldigen uns.»

Ob die Liga somit bereits vom Tisch ist, ist noch nicht sicher, der spanische Unternehmer und Fussballfunktionär Florentino Pérez sagt, dass die bereits unterzeichneten Verträge bindend seien.

Gleich in welche Richtung es geht: Der Aufruf von Tim Farron, dass sich Christen ins öffentliche Leben einbringen sollen, gilt sowohl für dieses Thema wie auch viele weitere Angelegenheiten.

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Datum: 21.04.2021
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Premier / Diverse

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