Willow Creek Schweiz
«Die kleinen Schritte an unseren Orten weitergehen»
Zu den wichtigsten Punkten der Arbeit
von Willow Creek Schweiz gehört das Fördern von Leitern. Gleichzeitig sei es wichtig, am eigenen Ort kleine Schritte zu gehen, sagt Stefan Gerber, Geschäftsführer
von Willow Creek Schweiz, im Interview mit Livenet. Und wussten Sie, dass
Willow Creek global eine beachtliche Arbeit unter Bedürftigen leistet?Livenet: Stefan Gerber, Willow Creek ist ein weltweit
prominenter Name – was tut Willow Creek in der Schweiz?
Stefan Gerber: Zum einen organisieren wir in
der Schweiz Tageskonferenzen für Verantwortungsträger in Kirche und
Gesellschaft. Zum anderen veranstalten wir mit Willow Creek Deuschland zusammen
den grossen Leitungskongress wie vor einigen Monaten in Dortmund, wo sich über
10'000 Personen inspirieren liessen – darunter auch gut 500 aus der Schweiz.
Daneben führen wir jährlich zwei Studienreisen zur Willow Creek Gemeinde in Chicago durch. Zusätzlich vernetzen wir in der Schweiz Partnerorganisationen, die sich – wie wir – in der Entwicklung von Leitenden engagieren.
Was sind die Schwerpunkte von Willow Creek Schweiz?
Für
Willow Creek Schweiz, aber auch fürs weltweite Netzwerk, ist Leadership schon
seit vielen Jahren ein grosses Thema – und wenn wir die gegenwärtige
Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik betrachten, wird es
zunehmend noch wichtiger.
Bill Hybels prägte den Satz: «Everyone wins when a leader gets better.» (Frei übersetzt: Jeder gewinnt, wenn ein Leiter sich verbessert.) Davon sind wir auch in der Schweiz überzeugt und haben uns mit dem neuen Motto «Leiten mit Leidenschaft und Exzellenz – ein Gewinn für Kirche und Gesellschaft» ganz der Förderung von Leiterinnen und Leitern verschrieben.
Sie laden zu verschiedenen Kongressen und Anlässen
– was sind die wichtigsten, kommenden Termine?
Das
nächste Highlight ist die Studienreise im August: Während einer Woche erhalten
die Reiseteilnehmenden einen umfangreichen Einblick hinter die Kulissen der
innovativen Willow Creek-Gemeinde und lernen deren leitende Mitarbeiter kennen.
Teil der Reise ist auch der Besuch vom Global Leadership Summit (GLS). Auf
dieser jährlich stattfindenden Konferenz vermitteln hochkarätige Sprecher aus
Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft auf eindrucksvolle Weise ihr Wissen und
ihre neusten Erfahrungen.
Im Herbst sind wir Teil der «geistlich.emotional.reifen»-Konferenz auf dem Chrischona-Campus und am 2. Februar 2019 findet unter dem Motto «Mut zum Risiko» die nächste Willow Creek-Tageskonferenz in Winterthur statt, unter anderem mit der Abenteuerin aus Leidenschaft, Evelyne Binsack.
Willow Creek gilt als innovative Kirche – was kommt
als nächstes Neues in der Schweiz?
Willow
ist bei vielen Menschen immer noch mit «besucherfreundlichen Gottesdiensten»
verknüpft. Und tatsächlich ist für mich – und gemäss den Feedbacks, die ich
erhalte – auch für viele andere in unserem Land der Willow-Gottesdienst nach
wie vor eine herausragende Veranstaltung, die inspiriert – und inzwischen via
Livestream von Tausenden rund um den Globus «besucht» wird.
Was weniger im Scheinwerferlicht erscheint, ist der riesige lokale und globale Sozialbereich von Willow Creek. Wer während der jährlichen Studienreise einen Blick in das grosszügige und einladende Care Center werfen kann, kommt berührt von der überall sicht- und spürbaren Liebe für benachteiligte Menschen nach Hause. Es ist meine Hoffnung, dass dieses Vorbild auch hierzulande dazu führen wird, dass wir Gottes Liebe noch mehr sichtbar – und nicht nur hörbar – machen durch unsere Barmherzigkeit und unser Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Welche Momente bewegen Sie besonders in Ihrer
Arbeit?
Letzten
Sommer sassen wir als ganze Reisegruppe – über 100 Leute – im Garten einer
Willow-Familie, die uns zum Barbecue eingeladen hatte. Diese Gastfreundschaft,
die gemütliche Atmosphäre, all die engagierten Menschen, vom Theologiestudenten
bis zum Verbandsleiter, aus den deutschsprachigen Ländern – das war schon sehr
schön.
Besonderes bewegend dabei waren die Gespräche bei uns am Schweizer Tisch: Ja, wir staunten alle über die eindrückliche Grösse der Willow-Gemeinde, doch wir ermutigten und inspirierten uns gegenseitig, die kleinen Schritte an unseren Orten weiterzugehen und nach unseren Möglichkeiten Salz und Licht in der Gesellschaft zu sein.
Was macht Ihnen am meisten Freude beim Wirken für
Willow Creek Schweiz?
Solche
Momente, wie den gerade beschriebenen, erleben zu dürfen. Überhaupt bleibt der
Besuch des GLS ein grossartiges persönliches Highlight: Der Global Leadership
Summit zählt zu den herausragenden Veranstaltungen für Führungsfragen in Kirche
und Gemeinde sowie im Non-Profit-Bereich. Im
Alltagsgeschäft liebe ich den Austausch mit unseren Partnern und die
Zusammenarbeit mit Willow Creek Deutschland.
Willow Creek ist in verschiedenen Ländern aktiv,
kommt bald eine neue Nation dazu?
Mit dem
Global Leadership Summit (GLS) werden in 130 Ländern jährlich über 350'000
Leiterinnen und Leiter geschult. Die Geschichten aus allen Kontinenten der Welt
sind beeindruckend. Es ist unsere Freude, erleben zu dürfen, dass Gott dieses
Instrument benutzt, um Menschen auszurüsten, ihren Einfluss in Gesellschaft,
Kirche und Politik zum Positiven zu nutzen. Der
langjährige internationale Leiter, Gary Schwammlein, witzelte kürzlich, dass es
nicht einfach werde, 50 weitere Länder zu finden, wo Willow noch nicht aktiv
ist…
Zur Webseite:
Willow Creek Schweiz
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Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet