«Ein wandelndes Wunder»

Sie hatte COVID-19 – und brachte im Koma ihre Tochter zur Welt

Dankbarkeit, das zeichnet Angela Primachenko aus. Und das, obwohl die 27-jährige Amerikanerin ihre Tochter zwei Wochen lang nicht auf dem Arm halten durfte. Doch dass sie und die Tochter leben, ist ein Wunder.

Zoom
Angela Primachenko mit ihrer Tochter Ava (Bild: Instagram)
Ende März bekam Angela Primachenko Anzeichen einer Grippe und Fieber – sie war zu dem Zeitpunkt in der 33. Schwangerschaftswoche. Sie ging sofort ins Krankenhaus in Vancouver (nicht jenes in Kanada, sondern jenes im Bundesstaat Washington), in dem sie selbst in der Atemtherapie tätig ist. Dort bestätigte man ihr, dass sie an COVID-19 erkrankt ist. Ihr ging es immer schlechter und nur zwei Tage später, am 29. März, wurde sie ins künstliche Koma versetzt.

Geburt im Koma

Zoom
Angela Primachenko im Spital
Trotz ihres Zustands leiteten die Ärzte am 1. April die Geburt ein. Während Angela im Koma lag, wurde ihre Tochter Ava geboren – der Name bedeutet «Lebensatem». Und als die junge Frau fünf Tage später wieder aus dem Koma geholt wurde, war sie deutlich mehr als erstaunt, keinen Babybauch mehr zu haben. In ihren Worten: «Es war völlig irre!»

Schwer war für sie, das Baby nicht sehen zu dürfen. Einzig Videos von ihrem Mann David mit Ava und der zehnmonatigen Schwester Emily trösteten sie durch die schwierige Zeit. Allein durch Gottes Gnade habe sie sich erholt und ist mittlerweile wieder Hause. Erst fast drei Wochen nach der Geburt durfte sie wieder direkten Kontakt mit der Familie haben – zunächst mussten zwei Tests auf den Coronavirus hintereinander negativ ausfallen.

«Es gibt Hoffnung»

Trotz allem ist sie Gott unglaublich dankbar. «Selbst in den schwersten Tagen und den schwersten Zeiten gibt es Hoffnung», erklärte sie in einem Interview. «Und du kannst dich auf Gott verlassen, aber auch auf die Menschen und die Gemeinde. Die Anzahl der Leute, die für mich gebetet haben, ist einfach unglaublich. Es hat mich völlig umgehauen und ich bin einfach nur dankbar. Und ich fühle mich wie ein laufendes Wunder.»

Zum Thema:
Dossier Coronavirus
Von Covid-19 geheilt: Drei Mal an der Schwelle zum Tod
Ex-Hockeyprofi Martin Stettler: Am Tiefpunkt neue Hoffnung gefunden
Hoffnung trotz Corona: «Mein Leben als Risikopatientin»

Datum: 24.04.2020
Autor: Tré Goins-Phillips / Rebekka Schmidt
Quelle: Faithwire / Übersetzt und bearbeitet von Livenet

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Adressen

CGS ECS ICS