Nach 2'700 Jahren Exil

2000. indische Manasse-Nachkomme in Israel

Kürzlich kam der 2000. Einwanderer der «Söhne Manasses» in Israel an. Es ist die 18-jährige Mirna Singsit. Nach 2'700 Jahren im Exil kehrt der jüdische Stamm aus der Bibel heim.

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Michael Freund überreicht der 2000. Rückkehrerin Mirna Singsit ein Zertifikat.
Seit mehreren Jahren haben indische Juden darauf gewartet, in Israel einwandern zu dürfen. Sie lebten in den indischen Staaten Mizoram und Manipur, hatten ihre Herkunft aber nicht vergessen und die jüdische Tradition und ihren Glauben beibehalten. Nun wollten sie in Israel einwandern. Für ihre Rückkehr kämpfte über ein Jahrzehnt Michael Freund, Gründer und Leiter der Bewegung «Shavei Israel» («die nach Israel zurückkehren»).

Fast alle jungen Bnei Menashe leisteten Militärdienst und die Einwanderer sind in der Lage, sich selbst zu versorgen. Bereits im Jahr 2005 wurden sie zudem von Chef-Rabbiner Shlomo Amar als «Saat Israels» anerkannt, die in den jüdischen Staat zurückgebracht werden solle. Ausserdem, so Michael Freund, seien sie ein Segen für Israel, der das Land stärke. Daher wäre es an der Zeit, sie nach Hause zu bringen.

Nun ist die 2000. Person eingewandert, Mirna Singsit (18). Die letzten fünf Flüge wurden laut «Israel heute» von Christen gesponsert.

Odyssee endet

Nach 2'700 Jahren kehrt der jüdische Stamm aus der Bibel heim. Damals überrollten die mächtigen Armeen aus Mesopotamien den Nahen Osten. Auch Israel wurde besetzt, zerschlagen und die Bewohner in die Verbannung geschleppt. Der Stamm Manasse musste ins babylonische Exil. 

Als Israel dieses endlich verlassen durfte, gab es keinen jüdischen Staat mehr, und so begann für die Söhne Manasse eine Odyssee in den südostasiatischen Raum bis weit ins heutige China hinein und wieder nach Westen. Des Wanderns müde, blieben sie irgendwann hängen: dort, wo heute die beiden indischen Bundesstaaten Manipur und Mizoram sind.

Webseite:
Shavei Israel

Zum Thema:
2'700 Jahre im Exil – jetzt dürfen die Söhne Manasse heim

Datum: 07.03.2013
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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