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«DenkBar» sucht konstruktiven Dialog zur COVID19-Kontroverse

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«Tief glauben, weit denken» lautet einer der Grundsätze der DenkBar Schweiz, einer Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA. Diese Woche führt sie eine Auseinandersetzung über die COVID-19-Kontroverse per Zoom durch. Ein guter Grund, sich im Livenet-Talk über die DenkBar und ihre Ziele zu unterhalten (hier geht's zum Youtube-Video).

Die bisherigen Veranstaltungen drehten sich um Themen wie «Politischer Aktivismus», Religionsfreiheit oder das Spannungsfeld von Wissenschaft und Glauben. Am Mittwoch, 19. Mai 2021, packt das DenkBar-Team nun mit der Corona-Pandemie ein brandaktuelles Thema an. Es sei kein typisches DenkBar-Thema, gibt VBG-Leiter Christoph Egeler im Livenet-Talk vom 18. Mai 2021 zu. Und doch habe das Kernteam den Eindruck gehabt, es sei richtig, hier einen konstruktiven Dialog anzustreben.

«Corona zeigt: Wissenschaft und Glaube müssen zusammenfinden»

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Matthias Egg

Der zweite Gast im Talk, Matthias Egg, betont zudem den Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Glauben, der sich auch beim Umgang mit COVID-19 klar zeige. «Bei Corona zeigt sich ganz deutlich, dass die Wissenschaft und der Glaube zusammenfinden müssen. Die Frage, wie wir auf die Pandemie reagieren, zeigt sich auch stark anhand dessen, was wir glauben», so der DenkBar-Mitdenker, der an der Uni Bern als Postdoc Philosophie tätig ist. Matthias Egg ist zudem Präsident des Forums Christliche Studien (foXs).

Mit diesem Anlass wolle man nicht polarisieren oder eine Bühne schaffen, auf der man sich verbal die Köpfe einschlagen kann, stellt Christoph Egeler klar. Ein Kernanliegen der DenkBar sei vielmehr, alle Fragen zuzulassen. «Es gibt keine Tabufragen. Man darf diskutieren und nach Antworten ringen, ohne gleich befürchten zu müssen, man sei kein richtiger Christ, wenn man diese oder jene Frage stellt.»

Keine Positionen propagieren

An diesem DenkBar-Event werden sich Fachleute wie Pierre Alain Schnegg, Regierungsrat Kt. Bern, Dr. med. Cornelia Staehelin, Oberärztin Impfzentrum Inselspital oder Dr. Werner Kübler, CEO Universitätsspital Basel den Fragen aus dem Publikum stellen. Gemäss Ausschreibung zum Anlass geht es um «eine fundierte Auseinandersetzung mit soziopolitischen und medizinischen Fragen sowie theologisch-ethischen Dilemmas». Es sei aber nicht das Ziel, eine gemeinsame Haltung zu finden oder bestimmte Positionen zu propagieren.

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Andi Bachmann-Roth
Für die Organisation und Planung des Events über die COVID-19-Kontroverse war hauptsächlich SEA-Generelsekretär Andi Bachmann-Roth zuständig. Livenet erkundigte sich bei ihm, nach welchen Kriterien die Expertinnen und Experten ausgewählt wurden. Dazu Bachmann-Roth: «Die Auswahl ist natürlich immer selektiv. Wir haben uns aber an diesen zwei Punkten orientiert: Erstens sind es Menschen, die aufgrund einer christlichen Grundhaltung handeln und zweitens sind es Menschen, die in verschiedenen Gesellschaftsbereichen Verantwortung tragen. Die fachliche Kompetenz und die Tatsache, dass sie bei diesem Thema eng involviert sind, waren also Hauptauswahlkriterium.» Er sei überzeugt, so der SEA-Generalsekretär, dass eine gewisse Vielfalt an Ansichten zum Ausdruck kommen werde.

Zur Denkbar:

Die DenkBar ist Anlaufstelle, Kompetenzzentrum und Vermittlungsplattform für Fragen rund um «Glauben und Denken». Als Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz will sie den verschiedensten Kirchen und christlichen Gemeinden und Werken dienen, sowie den Dialog mit anderen Weltanschauungen suchen. Die DenkBar will dazu beitragen, dass Christen und Kirchen sprachfähiger und dialogfähiger in Bezug auf ihre Glaubensüberzeugungen werden.

Livenet-Talk zu «DenkBar»:

Sehen Sie sich hier den Livenet-Talk mit Christoph Egeler und Matthias Egg über Themen rund um «Glauben und Denken» in voller Länge an:


Zur Webseite:
DenkBar
Flyer zum Anlass

Zum Thema:
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Datum: 18.05.2021
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

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