Polizei nicht eingeschritten

Missionsteams erreichen iranische Touristen in der Türkei

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Jedes Jahr besuchen Tausende Iraner zum Persischen Neuen Jahr die Türkei. Hier können sie freier feiern als in ihrer Heimat, wo sie von der Regierung kontrolliert werden. Genau diese Chance nutzt die Organisation «Bibles for the World».

In diesem Jahr kamen sogar zwei Teams hintereinander und blieben insgesamt zwei Wochen in der Türkei, wo sie auf der Strasse Iraner ansprachen und evangelistische Broschüren verteilten.

«Sie konnten die Einsätze auf den Strassen der Türkei durchführen, solange sie einzig Iraner ansprachen und ihnen vom Evangelium erzählten», berichtet John Pudaite von Bibles for the World. Sie wurden zwar von der türkischen Polizei angehalten und befragt; In den vergangenen Jahren ist Evangelisation in der Türkei immer schwieriger geworden. Doch da die Teams nicht Türken ansprachen, sondern einzig Iraner, durften sie weitermachen.

203 Entscheidungen für Jesus

In den Teams waren Leute aus den USA und aus der Türkei. «Interessanterweise waren die meisten Teilnehmer selbst iranische Flüchtlinge», erzählt Pudaite. «Sie kamen aus den Flüchtlingslagern, stiessen zu den US-Teams und führten die Einsätze gemeinsam durch.»

Insgesamt 203 Iraner hätten in den zwei Wochen auf den Strassen Istanbuls eine Entscheidung für Jesus getroffen, so Pudaite. Zudem wurden 8'000 Neue Testamente im Hosentaschen-Format verteilt. «Viele der Leute, die sie erhielten, werden sie zurück in den Iran nehmen. Dort können wir keine Bibeln verteilen, aber Gottes Wort kann trotzdem dorthin gelangen.»

Für die kleineren iranischen Feiertage und Ferien im Juli und September hat «Bibles for the World» weitere Einsätze in der Türkei geplant.

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Datum: 25.04.2022
Autor: Kevin Zeller / Rebekka Schmidt
Quelle: MNN / Übersetzt und bearbeitet von Livenet

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