«Mexiko ist reif für die Ernte»

Eine Evangelisations-Welle

Vom 23. bis 28. Mai 2013 war Missionsleiter Beat Baumann erneut in Mexiko, um beim durch ihn initiierten Grosseinsatz des «Global Outreach Day» mit dabei zu sein. Nachfolgend sein Bericht.

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Dieser Teenager (Mitte) verteilte 1‘000 Traktate, unter anderem an die zwei Männer (links und rechts), die seit Jahren für eine Gemeinde beteten. Am folgenden Sonntag waren sie bereits im Gottesdienst.
Die grosse Begeisterung der Christen, ihren Glauben zu teilen, und die Offenheit der Menschen, die das Evangelium hörten und lasen, war schlichtweg umwerfend! Ich traute anfänglich meinen Augen nicht, als ich sah, dass die meisten Menschen das Traktat interessiert entgegen nahmen und fast alle es sogleich zu lesen begannen – aufmerksam bis zum Ende! Ich sprach mit einigen Christen, die erstmals in ihrem Leben ihren Glauben weitergaben. Sie waren ermutigt, dass Gott sie gebraucht und wollen in Zukunft weiterhin evangelisieren.

Am Steuer Jesus kennengelernt

Gemeinsam mit Daniel Valencia, Leiter des G.O.D.-Büros in Mexiko, konnte ich die Einsätze verschiedener Gemeinden beobachten und selbst auch auf der Strasse Traktate verteilen und mit Menschen reden. Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse war eine Taxifahrt. Nachdem wir dem Fahrer das Evangelium erklärt hatten, sprach er während der Fahrt das Gebet nach und lud Jesus in sein Leben ein. Oder die Begegnung in einem Restaurant. Nach einem kurzen Gespräch nahm eine Blumenverkäuferin Jesus in ihr Leben auf und äusserte den Wunsch, eine Gemeinde zu besuchen. Der Chefkellner, ein wiedergeborener Christ, folgte begeistert unserem Vorschlag, seinem 18-köpfigen Team Traktate auszuhändigen.

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Menschen in der Metro nahmen die Traktate dankbar an und lassen sie voller Interesse.
An verschiedenen Orten war Gottes Gegenwart deutlich spüren. An einer Strassenkreuzung hielten zwei Jugendliche bei Rotlicht jeweils ein Banner mit dem Bibelvers aus Johannes, Kapitel 3, Vers 16 vor den Autos hoch, während andere Traktate an die Autofahrer verteilten. Eine weitere Gruppe fuhr den ganzen Tag in der Metro und verteilte dort Traktate. Viele Menschen nahmen die Schriften und lasen sie aufmerksam! Das Geschehen erinnerte mich an die Schweizer Züge, in denen viele Leute Gratiszeitungen lesen. Nur lasen die Menschen hier in Mexiko, was Jesus für sie getan hat und wie sie ewiges Leben empfangen dürfen! Die Traktate sind mit den Adressen der verteilenden Gemeinden versehen. Viele Gemeinden registrieren daher neue Gottesdienstbesucher und vermehrte Anrufe.

Viele Menschen fanden zum Glauben

Ich traf einen Mann, der von Haus zu Haus mit dem Evangelium unterwegs war. Er erzählte, dass 85 Prozent aller angetroffenen Menschen sich für ein Leben mit Jesus entschieden hätten und nun weiter betreut werden. Eine bereits evangelistisch aktive Gemeinde mit 50 Mitgliedern berichtete von 70 Entscheidungen am 25. Mai, während es für Gemeinden, die bisher kaum evangelisierten, ein erstes Säen war. Eine andere Gemeinde verzeichnete am nächsten Tag bereits 20 neue Besucher. Ein 14-jähriger Teenager verteilte an einem Tag 1’000 Traktate. Dabei besuchte er ein Haus mit zwei jungen Männern, die seit Jahren gebetet hatten, dass sie eine Gemeinschaft von Christen finden würden. Bereits am folgenden Sonntag waren sie im Gottesdienst, und ich konnte ihre grosse Freude sehen.

Gott wirkt sogar durch kleine Kinder: Ein zweijähriges Mädchen erhielt ein Traktat und drängte seinen alkoholisierten Vater, es zu lesen. Dieser war vom Inhalt derart bewegt, dass er am nächsten Morgen um sieben Uhr bei der Gemeinde anrief und dem Pastor mitteilte, er wolle sein Leben verändern. Eine andere Frau brach in Tränen aus, als ihr ein Traktat überreicht wurde. Sie berichtete von ihren Eheproblemen. Eine Freundin hatte ihr erzählt, Gott würde ihr den Weg weisen. Die Frau betete auf der Strasse und lud Jesus in ihr Leben ein. Eine weitere Gemeinde konnte aufgrund des Einsatzes mehrere Hauskreise mit neu entschiedenen Menschen starten, die nun Jesus nachfolgen wollen.

Erste Vorbereitungen für 2014

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Auch an Strassenkreuzungen wurde auf Jesus hingewiesen, hier mit dem Bibelvers aus Johannes, Kapitel 3, Vers 16.
Eine besondere Freude war ein Frühstückstreffen mit den Denominationsleitern der Presbyterianer. In den ersten zehn Minuten erzählten sie voller Freude von ihren Erlebnissen beim Evangelisieren. Einer dieser Männer hatte nur noch ein Traktat. Er gab es einem jungen Mann auf der Strasse. Dieser las es ganz durch und gab es seinen Kollegen weiter. Am Ende hatten alle vier das Traktat gelesen!

Die Denominationsleiter beschlossen, dass sie mit allen etwa 5’000 Gemeinden im ganzen Land beim nächsten «Global Outreach Day» (14. Juni 2014) wieder mit dabei sein möchten. Wir erhielten viele weitere Zusagen für die Beteiligung von etwa 15‘000 Gemeinden in ganz Mexiko mit etwa 10 Millionen Mitgliedern. Diese werden nun informiert und anschliessend in Evangelisation und Jüngerschaft geschult. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen. Ziel ist es, im ganzen Land etwa 50 Millionen Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.

Der «Global Outreach Day», kombiniert mit der Strategie von «Every Home for Christ», systematisch jeden Haushalt zu erreichen, hat eine regelrechte Evangelisationswelle ausgelöst. Die Mehrheit der Mexikaner hat einen katholischen Hintergrund. Sie sind meist enttäuscht von ihrer Kirche und gleichzeitig sehr offen für das Evangelium. Ihre Herzen sind vorbereitet, die Ernte ist reif. Mehrmals sah ich, wie Menschen nach nur wenigen Minuten Gespräch Jesus in ihr Leben aufnahmen und Interesse an einer Gemeinde bekundeten. Ich bin dankbar, überwältigt und begeistert, was Gott in Mexiko tut!

Wenn Sie an Ihrem Ort mit einem flächendeckenden Einsatz starten wollen, melden Sie sich bei uns: info@everyhome.ch.

Webseiten:
Global Outreach Day
Every Home for Christ Schweiz

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Datum: 29.05.2013
Quelle: EveryHome-Magazin

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