Mit Lobpreis ins neue Jahr

Sabine Ammann: «Immanuel – Gott mit uns im Jahr 2022»

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Sabine Ammann (Bild: zVg)
Sabine Amman arbeitet als Kinderchorleiterin, Lobpreissängerin und Songwriterin und lebt in Kreuzlingen am Bodensee. Im Gespräch mit Livenet spricht sie über ihren Glauben, Lobpreis und das neue Jahr.

«Mach di uf» hiess das Album, das Sabine Ammann 2019 herausbrachte. Im Dezember 2021 nun veröffentlichte sie zwei neue Weihnachtslieder (das Lied «Immanuel» finden Sie am Ende des Artikels als YouTube-Video).

Livenet: Sabine Ammann, wie sind Sie zum Glauben gekommen?
Sabine Ammann: Viele meiner Verwandten sind Christen, und ich glaubte immer an Gott und dass Jesus Gottes Sohn ist und für uns starb. Doch es brauchte ein persönliches Erlebnis, damit ich eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen konnte. Als ich 19 war, wurde ich von Matthias (meinem jetzigen Mann) zu einem Lobpreisabend eingeladen. Die Lieder, die gesungen wurden, berührten mich zutiefst.

Der Heilige Geist hat mir meine tiefe Sehnsucht nach ihm gezeigt und mich gleichzeitig mit einer Zuversicht erfüllt, dass es möglich ist, ihn zu finden. Das war der Start in eine Zeit, in der ich in einer Kleingruppe im Glauben wachsen durfte. Aus dieser Kleingruppe wuchs eine Vineyard-Gemeinde. Mein Mann Matthias und ich engagierten uns im Lobpreis: Lobpreis in der Kleingruppe, im Gottesdienst, in Alphakursen oder auf der Strasse. Es ist ein Privileg, dies gemeinsam als Ehepaar tun zu dürfen (Sabines Mann ist Gitarren- und Basslehrer, Anm. d. Red.).

Wie ging die Reise dann weiter?
2009 zogen wir dann nach Kreuzlingen am Bodensee, um bei einer Gemeindegründung mitzuhelfen. Auch hier war vor allem die musikalische Anbetung unsere Aufgabe. Samstag für Samstag waren wir in Konstanz auf der Strasse, beteten für Leute und machten Lobpreis. Mittlerweile sind wir Teil der Gebetshaus-Initiative Konstanz-Kreuzlingen. Wir sind noch in der Startphase, was in der Corona-Zeit nicht ganz einfach ist. Zudem organisieren wir gemeinsame Lobpreisabende mit Freunden aus der Katholischen Kirche – den «MEHR-Lobpreis» (benannt nach der MEHR-Konferenz in Augsburg).

Ich liebe den Austausch mit den verschiedensten Kirchen und Denominationen. Ich liebe es, wenn wir als Christen nicht auf das schauen, was uns trennt, sondern darauf, was uns vereint. Es liegt eine grosse Kraft in der Einheit trotz unterschiedlicher Auffassungen.

Wann hat Ihre Leidenschaft für das Singen begonnen?
Ich singe, seit ich denken kann! Das begann schon in der Spielgruppe und im Kindergarten, später am Lagerfeuer in der Pfadi oder auch ganz allein auf dem Schulweg oder in meinem Zimmer. Wir hatten im Wohnzimmer eine Lautsprecherbox zwischen dem Schrank und der Wand. Da gab es so eine kleine Nische, in die ich mich als Kind oft zurückzog, um mir vor der Box die ganzen Schallplatten von Mani Matter, Fritz Widmer und all den Berner Troubadouren anzuhören und lauthals mitzusingen. Noch heute kann ich viele dieser Lieder auswendig. Singen begleitet mich durch den Tag. Ich singe in der Küche oder unter der Dusche, beim Bügeln oder im Auto. Auch beim Einkaufen gehe ich summend an den Regalen vorbei. Oft merke ich es gar nicht.

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Sabine Ammann
Was bedeutet Lobpreis für Sie?
Lobpreis bedeutet für mich, Gott mit meinem ganzen Leben die Ehre zu geben. Es bedeutet, von mir weg auf IHN zu schauen. Er steht an erster Stelle, und ich möchte mich ganz nach ihm ausrichten wie die Sonnenblume sich nach der Sonne ausrichtet.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Gott mit seinen Begabungen zu loben. Ich liebe es, wenn ich jemandem im Lobpreis beim Tanzen zusehe. Oder beim Malen. Oder beim Musizieren. Oder wenn ein Lied so wunderschön geschrieben ist, dass einem die Worte tief ins Herz gehen und Offenbarungen von Gottes Liebe freisetzen. Das ist wunderschön. Auch Slam Poetry hat mich schon tief bewegt.

Jesus mit Singen anzubeten ist für mich ein riesiges Geschenk. Es ist für mich ein Ausdruck, der mir hilft, alles andere zu vergessen. Sorgen verschwinden, wenn ich zu ihm singe. Ich bekenne und deklariere seine Realität in unsere Welt hinein. Das ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt. Wenn ich mich nicht gut fühle, singe ich nicht «Oh ich fühl mich schlecht», sondern proklamiere «Herr, du stehst über all meinen Sorgen! Du bist der König. Du hast alles in der Hand. Ich vertraue dir!»

Im Dezember sind zwei neue Weihnachtssongs von Ihnen erschienen. Wie kam es dazu?
Viele Weihnachtslieder sind romantisch oder auch etwas kitschig. Es geht um verschneite Winterlandschaften und Pferdeschlitten mit Glöckchen. An und für sich sind das alles schöne Sachen. Doch mir ist es ein Anliegen, dass es auch deutsche Weihnachtslieder gibt, die von der Kernbotschaft von Weihnachten handeln, dass Jesus Christus auf die Welt kam für uns, zu uns.

Letztes Jahr in der Adventszeit habe ich das Lied «Das wahre Licht» geschrieben. Da es zu knapp vor Weihnachten war, reichte es nicht mehr, um es im Studio aufzunehmen. Auf mehrfachen Wunsch, das Lied zugänglich zu machen, habe ich es dann im Dezember 2021 veröffentlicht. Im Juni 2021 kam mir die Idee, ein zweites Weihnachtslied zu schreiben. Ich sass an einem schönen Sommerabend unter den Sternen auf unserer Dachterrasse und holte die Gitarre heraus. Ich begann, Akkorde zu spielen, und dann fielen mir Melodien und Textstücke ein. Es war mir wichtig, den Himmel zu beschreiben, den Jesus für uns verlassen hatte. So entwickelte sich der Song. Die Bridge fiel mir beim Spielen einfach zu. Der Text kam mit der Melodie. «So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er sein Liebstes für uns gibt – Jesus.» Ich war selbst begeistert von Johannes Kapitel 3, Vers 16 in meinem Weihnachtslied.

Was ist Ihre Ihre Botschaft für 2022 an uns?
Meine Weihnachtsbotschaft findet sich in den beiden Weihnachtsliedern:

Immanuel, Gott ist mit uns. Er ist für uns. Das Einzige, was zählt, ist seine Gegenwart. «Der Sohn, der auf die Welt kommt, durchdringt die dunkle Nacht. Der Gott, der ewig liebt, hat uns Erlösung heut gebracht.» Und: «So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er sein Liebstes für uns gibt – JESUS.»

Hören Sie sich hier das Lied «Immanuel» an:


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Datum: 08.01.2022
Autor: Meike Ditthardt
Quelle: Livenet

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