Islamische Quelle bestätigt

Alte Inschrift aus der Nähe Hebrons spricht vom «Heiligen Tempel»

Eine alte arabische Inschrift dokumentiert, dass der Ort, wo der Felsendom heute steht, früher «Bayt al-Maqdis» hiess. Also «Der Heilige Tempel». Ein Team von Archäologen erforschte dazu eine rund tausend Jahre alte Steintafel, die auf die Frühzeit der islamischen Ära in der Gegend zurückgeht.

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Die «Nuba Inschrift»
Die Pressemitteilung des «Temple Mount Sifting Project» hält weiter fest, dass der einzigartige Fund in der Hauptmoschee von Nuba, einem Nachbarort von Hebron, gefunden worden ist. Bemerkenswert ist, dass die Inschrift in die Frühzeit der islamischen Periode in der Gegend zurückgeht. Dass der Tempelberg «Der Heilige Tempel» genannt wird, wirft ein neues Licht auf diesen Ort, der für die Juden die heiligste Stätte überhaupt ist.

Die Schrift in ihrer Gesamtheit: «Im Namen Allahs, des Barmherzigen, dieses Territorium, Nuba und all seine Grenzen und die ganze Gegend sind eine Schenkung an den Fels des Heiligen Tempels und die Al-Aksa-Mosche, wie es vom Kommandanten des Treuen, Umar iben al-Khattab, gewidmet wurde, um Allah des Allmächtigen Willen.» Umar iben al-Khattab war der arabische Regent, der Jerusalem von den Byzantinern im Jahre 638 erobert hatte.

Name war früher gebräuchlich

In den letzten Tagen berichteten die beiden Archäologen Assaf Avraham und Peretz Reuven von den Forschungsergebnissen. Die beiden machen geltend, dass in den ersten Jahrhunderten des Islam der Tempelberg noch als solcher genannt wurde. «Dass dieser Name verwendet wurde, zeugt davon, dass die jüdische Tradition den Beginn des Islams beeinflusst hatte», halten die beiden in ihrer Pressemitteilung fest.

Ausserdem komme der Name «Bayt al-Maqdis», also «Der Heilige Tempel», in der frühen islamischen Literatur verschiedentlich vor. Zudem seien zu Beginn im Felsendom identische Reinigungsrituale vorgenommen worden, wie sie im jüdischen Tempel in den vorangegangenen Jahrhunderten vollzogen worden waren.

Das «Temple Mount Sifting Project» wurde 2004 ins Leben gerufen, um Artefakte vor der Zerstörung im Zuge der illegalen Bauarbeiten am Tempelberg zu bewahren.

Zum Thema:
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Datum: 03.11.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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