Jugendkonferenz «voll drbi»

«Jedes Jahr ein Highlight»

Die Gemeinde für Christus (GfC) führt am 3. September in Steffisburg ihre jährliche Jugendkonferenz (Juko) durch. Livenet fragte den Juko-Organisator Matthias Welz, wie die Freikirche – bis 2009 Evangelischer Brüderverein – heute mit ihren Jugendlichen umgeht.  

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Livenet: Matthias Welz, was wollen Sie den Jugendlichen an der Juko weitergeben?

Matthias Welz: Unter der gegenwärtigen Jugendgeneration ist einerseits eine grosse Sehnsucht nach Gott und Offenheit zu spüren. Zugleich leiden junge Christen nicht selten an der Unbeständigkeit ihres Glaubenslebens. Sie kommen zum Beispiel begeistert von einem christlichen Event nach Hause. Gottes Wirken wurde intensiv erlebt. Sie sind fest entschlossen, ihr Glaubensleben auszubauen … Doch sehr bald werden diese guten Vorsatze vom Alltag eingeholt.
 
Die Juko 11 will deshalb mit dem Thema «voll drbi» Ermutigung und konkrete Hilfe zur Beständigkeit und Vertiefung des Christseins geben. Dies soll in Kurzreferaten, Workshops, Plenumsveranstaltungen und einem «Stilli Zyt»-Postenlauf  geschehen. 

Welche Rolle spielt die Juko als jährlicher Grossanlass für Ihre Jugendarbeit – und für die schweizweite Zusammengehörigkeit der Jugendlichen?

Für viele Jugendliche aus der GfC ist die Juko zu einem jährlich wiederkehrenden Highlight geworden. Hier werden zum Beispiel beim Grillieren Kontakte zu anderen jungen Christen aus der ganzen Schweiz aufgefrischt. Die gemeinsamen stimmigen Lobpreiszeiten mit ca. 800 Leuten vertiefen die nationale Identität der GfC-Jugend.

Kommen Romands wie Deutschschweizer nach Steffisburg?

Anfänglich war der Röstigraben ein Problem. Doch seit es uns gelungen ist, Vertreter aus der französischen Schweiz in vorbereitende Teams einzubinden, kommen auch die Jugendlichen aus der Romandie vermehrt an die Juko. Der Worship ist zweisprachig, die Inputs werden alle simultan übersetzt, und viele Workshops werden auch französisch angeboten. Der welsche Charme ist eine echte Bereicherung. Übrigens reisen jedes Jahr auch Jugendliche aus Deutschland nach Steffisburg.

Kommen auch Jugendliche von ausserhalb der GfC an die Juko?

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Matthias Welz: Juko-Organisator.
Ja natürlich. Die Herkunft spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle für christliche Jugendliche. Persönliche Beziehungen geben oft den Ausschlag, ob man an der Juko teilnimmt. Dem Glauben fernstehende Jugendliche kommen anonym an die Juko und nehmen geistliche Impulse mit.

Früher grenzten sich die Gläubigen des Brüdervereins von der Welt ab. Wie sehen Sie als Verantwortliche der Jugendarbeit heute das Verhältnis Ihrer Freikirche zur Gesellschaft?

Unsere Jugendlichen werden täglich mit Wertmassstäben und Ideologien konfrontiert, die ihrem Glauben diametral entgegengesetzt sind. Das ist für sie eine ganz grosse und permanente Herausforderung, die sich nicht nur auf ein paar Äusserlichkeiten reduziert. Als Vater von Teenagern erlebe ich das hautnah mit.
 
Umso mehr wollen unsere Gemeinden und JG’s jungen Leuten Heimat bieten, wo sie aufbauende Gemeinschaft erleben und geistlich auftanken können. Leider gelingt dies nicht überall befriedigend. Doch gerade die Juko 11 will in dieser Hinsicht einen Beitrag leisten. Jugendliche sollen in der Nachfolge von Jesus ermutigt und entsprechend für den Alltag ausgerüstet werden.

Juko 2011 Webseite


Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet, Bilder: GfC

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