Mit 300 Teilnehmern

Gebetsmarsch in Rom vor Gemeindegründung im September

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Der Gebetsmarsch in Rom (Bild: Protestante Digital)
Im September sollen die ersten Gottesdienste von Gemeindegründungsprojekten in Rom starten. Im Hinblick darauf fand Ende April ein Gebetsmarsch durch Rom statt – mit Gebetshalten an drei bedeutungsvollen Orten.

Über 300 Personen nahmen an einem Gebetsmarsch durch die Strassen von Rom teil. Hier vereinten sich am 25. April die Evangelischen Reformierten Baptistengemeinden Italiens, aber auch andere Gäste zum «Tag der Kirche». Die Strassen, durch die der Marsch ging, waren bewusst ausgewählt, nämlich genau dort sind Gemeindegründungsprojekte geplant. In einem Gottesdienst am Morgen wurde über die aktuellen Projekte berichtet, auch über die Probleme während und nach der Pandemie.

Gericht, Medien und Vatikan

Nach dem Mittagessen ging es zunächst zum Obersten Gerichtshof. Dort beteten die Teilnehmenden für Gerechtigkeit in den Gerichten, aber auch für das Gesetz zur Religionsfreiheit, das bereits seit Jahrzehnten erwartet wird.

Dann ging es weiter zum Sitz des nationalen Fernsehens von Italien, RAI. Hier wurde für eine «Reform von RAI» gebetet, dass die Minderheiten – darunter auch evangelische Christen – anerkannt werden und Raum für alle geschaffen wird, damit auch Christen eine Stimme in den aktuellen Debatten bekommen.

Ein dritter und letzter Halt war im Vatikan, wo für Bekehrung gebetet wurde, für verstärkte evangelische Präsenz und eine Reform. Zudem beteten die Teilnehmenden für die Gemeinden, die gegründet werden und ihre Gottesdienste, die voraussichtlich im September beginnen. Liberato Vitale, Verwalter des Instituts für Evangelische Kultur (ICED) in Rom und Diakon der evangelischen Kirche Breccia di Roma San Paolo, erklärt: «Die Kirche muss nahe an den Bedürfnissen der kaputten Menschenleben sein; vielleicht sind das reiche Menschen, aber sie sind innerlich kaputt.»

Zum Thema:
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Datum: 13.05.2022
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Protestante Digital

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