See Genezareth und Totes Meer

Wie Israel das Wasserproblem lösen will

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See Genezareth (Bild: Wikimedia / CC BY-SA 3.0)
Mit einem grossen Wasserprojekt will Israel erlangen, dass sowohl der Pegel des Sees Genezareth wie auch jener des Toten Meeres nicht mehr unter die rote Linie fallen. Dies hilft gleichzeitig Nachbar Jordanien – während Iran die Hilfe ablehnt.

Gegen Ende des Sommers 2020 fiel der Pegelstand auf 214,87 Meter unter dem Meeresspiegel – und damit unter die untere der roten Linien. Daraufhin wurde tonnenweise Salz abgepumpt, um zu verhindern dass der See brackig wird, berichtet die Zeitschrift «Israel heute».

Gleichzeitig steht das südlich liegende, via Jordan gespeiste Tote Meer vor grossen Problemen. Der Wasserstand ist in den letzten 30 Jahren konstant gesunken – ganze Strände sind verschwunden. Dies wegen der Wasserverdunstung und magere Zufuhr durch den Jordan. Ein Teil des Verlustes beruht auf dem Mineralienabbau durch «Dead Sea Works».

Spiegel soll gehoben werden

Ein neues Projekt soll nun Abhilfe schaffen. Dieses sieht vor, dass Restwasser aus Entsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste in den See Genezareth hinunter gepumpt wird. Damit soll der Wasserspiegel jährlich um einen halben Meter gehoben werden.

Das Projekt wurde 2018 genehmigt. Der See Genezareth wird damit zum Reservoir für entsalztes Wasser, sagte der damalige Premierminister Benjamin Netanjahu laut «Israel heute». «Das ist innovativ und wichtig und wurde noch an keinem anderen Ort gemacht», so Netanjahu damals.

Hilfe für Nachbar Jordanien

Dies könnte auch Jordanien und dem Iran helfen. Mit der jordanischen Regierung erfolgte eine umgehende Einigung, während der Iran ablehnte.

Israel gilt als weltweit führend bei der Wiederverwertung von Abwasser, dieses wird zu 87 Prozent recycelt und dient der landwirtschaftlichen Bewässerung. Gemäss der israelisch-jordanisch-palästinensischen Umweltorganisation «EcoPeace» wird aktuell rund die Hälfte der israelischen Landwirtschaft mit aufbereitetem Abwasser betrieben.

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Datum: 04.03.2022
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Israel heute

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