Dank, Buss- und Bettag

Wie zwei Leiter mutig und versöhnt vorangehen

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Werner Woiwode und Peter Schneeberger (Bild: Livenet)
Am 18. September 2022 wird in der Schweiz der eidgenössische Dank, Buss- und Bettag gefeiert. Gerade während Corona gingen die Meinungen weit auseinander. Zwei Leiter taten selbst Busse und laden zu Veranstaltungen, die Erweckung bringen sollen.

Von Christen wird er sehr bewusst begangen, ansonsten ist sein Wert nicht mehr so gross, eröffnet Livenet-Chefredaktor Florian Wüthrich die Gesprächsrunde mit Peter Schneeberger, Präsident von Freikirchen.ch, sowie Werner Woiwode, der durch prophetisches Reden Gottes gemeinsam mit anderen Christen das Thema «Busse» aufs Herz bekommen hat. «Durch Busse zur Erweckung» heisst die Initiative, die unter www.dankbussbettag2022.ch läuft.

«Nach der Corona-Krise schlitterten wir unaufgearbeitet direkt in die Ukraine-Krise und von da in die Energie-Krise», bilanziert Peter Schneeberger. «Wir haben so grosse Bälle, die wir nicht bewältigen können.» Dann begeisterte ihn der Grundgedanke einer Konferenz nach dem Zweiten Weltkrieg, dass nur veränderte Menschen sich versöhnen können. «So soll man nun nach diesem Gebetstag versöhnt weitergehen.»

Versöhnung gleich selbst erlebt

Gerade beim Thema Corona gingen auch unter Christen die Meinungen weit auseinander. Namentlich auch Peter Schneeberger als Leiter von Freikirchen.ch wurde hart kritisiert.

«Meine Frau sagte, dass in der Bibel steht, dass wenn man ein Problem mit einem Bruder hat, man sich aussprechen soll», erinnert sich Werner Woiwode, der eine andere Sichtweise in der Pandemie vertrat. Deshalb suchte er das persönliche Gespräch mit Peter Schneeberger. Eine Aussprache und Versöhnung erfolgte. Ansonsten ging niemand diesen Schritt, was Werner Woiwode ebenfalls bewegte.

«Busse nötig»

1918 war der Freikirchen-Verband gegründet worden, im Zuge der spanischen Grippe. «Diesen roten Faden haben wir vor zweieinhalb Jahren aufgenommen», erinnert sich Peter Schneeberger.

«Dass der Staat so kollektiv ins persönliche Leben eingreift, um verletzliche Menschen zu schützen, das war ausserordentlich neu und schwierig.» Man habe in gewissen Dingen versagt, man habe andere verletzt und gewisse Dinge würden heute anders getan. «Deshalb habe ich die Busse nötig. Ich freue mich auf den Bettag, gehe die versöhnlichen Wege bereits vorher.»

Herz mitempfinden

Die Busse-Prophetie erhielt Werner Woiwode bereits im Jahr 1994. «Ich konnte den Herzenszustand des Vaters mitempfinden. Immer wieder habe ich das gelesen und darüber gebetet.» Es ist zum einen eine Diagnose, zu der etwa in der Offenbarung steht, dass wir denken, wir seien reich, doch Gott nennt uns arm und blind. Oder eine Stelle aus Jeremia, in der festgehalten ist, dass wir statt aus seinem frischen Wasser nach stinkigen Löchern suchen.

«Dann geht es über zur Behandlung. Vor allem hat es auch mit Gebet zu tun und dass wir den Zustand erkennen. Und zum Schluss des Eindruckes geht es um eine göttliche Verheissung, dass sich etliche versammeln und diese von ganzem Herzen Busse tun und Gott viele Menschen heilt und dies aus den Gemeinden in die Gesellschaft wirkt.»

Nach 27 Jahren Zeit zum Handeln

Bisher hatte der von Werner Woiwode gegründete «Verein Abraham» während 27 Jahren nicht den Eindruck, dass der Zeitpunkt reif geworden ist – bis jetzt. Erweckung betreffe uns Christen auch. «Dass wir bereit sind, wie bei Paulus, nicht mehr selbst zu leben, sondern Christus in uns.»

Peter Schneeberger: «Unser Gehorsam ist täglich herausgefordert. Wenn ich in dieser Haltung weitergehe, die täglichen Schritte, die nicht spektakulär sind, stelle ich nach zehn Jahren im Rückblick fest, dass es Wachstumsexplosionen gibt. Diese sieht man manchmal erst im Nachgang.»

Die Schritte des einzelnen sind nötig für das Kollektive, sagt Werner Woiwode. Es dürfe auch ein Erschrecken und Busse geben, so wie damals bei David.

«Busse beginnt bei mir»

Am 16. September wird in Bern eine Leiterkonferenz durchgeführt. Bei dieser ist auch Busse ein Thema. «Busse beginnt immer bei mir», sagt Peter Schneeberger. «Wir haben in der Pandemie Menschen verletzt. Es gibt Personen, die nicht mehr in eine Freikirche kommen, weil sie gedrückt wurden. Ihnen wollen wir die Hand bieten.»

Am 18. September erfolgt die Konferenz «Durch Busse zur Erweckung» an zahlreichen Standorten in der Schweiz. Der Schwerpunkt ist Busse. «Es ist eine Bewegung, die hoffentlich nicht aufzuhalten ist.» Bereits im Vorfeld wurde durch das Hinweisen auf das Thema einiges bewegt. «Vielleicht ist das Gute, dass unsere eigene Herzenshaltung ans Licht gekommen ist, wenn man überrascht ist, zu was man noch fähig ist, in Gedanken und Worten. Es ist eine Herzensprüfung. Wenn man damit zu Gott geht, ist das eine segensreiche Geschichte.»

Sehen Sie sich den Livenet-Talk zum Thema an:

Zum Thema:
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Datum: 10.09.2022
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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