Ich wohne auf dem Campingplatz -- Fenster zum Sonntag


 

«Ich war extrem unruhig, hätte die Wände hochgehen können, gleichzeitig hatte ich nicht mehr die Kraft zu stehen», beschreibt Barny seine Gefühle beim Zusammenbruch im Jahr 2001. Er wird in die Klinik gebracht, sein Radio- und Fernsehgeschäft muss er daraufhin verkaufen und macht unter dem Strich 50 000 Franken Verlust. Nach der Kur verbringt er die meiste Zeit zuhause -- zuviel für die Beziehung, er trennt sich von seiner Frau. Die Versicherungsleistung für den Erwerbsausfall überweist er an sie und die Tochter.

Kurzerhand kauft sich der leidenschaftliche Camper einen Wohnwagen und zieht auf den Zeltplatz. Er kann nur mit einem kleinen Arbeitspensum arbeiten, die IV verwehrt ihm finanzielle Unterstützung. Mit rund tausend Franken im Monat schlägt er sich durchs Leben. Dennoch findet er auf dem Campingplatz vorerst eine neue «Familie»: An den Lagerfeuern kann er seine Sorgen teilen. Der Glaube, den er als junger Mann kennenlernte, gibt ihm während der Genesung immer wieder Hoffnung und Zuversicht.

Barny erholt sich, kann sein Arbeitspensum aufstocken und ganz neue Arbeitsfelder entdecken. Wir besuchen ihn an seinem Wohnort, dem Campingplatz.

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