Weihnachten: Geschenk Gottes an die Menschen

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Weihnachten: Gott wurde in Jesus von Nazareth Mensch.
Christen in aller Welt feiern an Weihnachten die Geburt Jesu in Bethlehem. Nach christlichem Glauben wird Gott in Jesus von Nazareth Mensch, um den Menschen das Heil zu bringen: «Gott wurde Mensch, damit Menschen Kinder Gottes werden», lautet ein kirchliches Bekenntnis. Weihnachten – die heilige, geweihte Nacht – gilt daher auch als das «Fest der Liebe».

Jesus Christus steht im Zentrum des Kirchenjahres, das am 1. Advent begonnen hat. Das christliche Festjahr erzählt von seiner Geburt an Weihnachten, seinem Tod am Kreuz an Karfreitag, seiner Auferstehung von den Toten an Ostern und seiner Himmelfahrt. Dass Jesus von Nazareth gelebt hat, wird auch von Skeptikern kaum bezweifelt. Er kam Historikern zufolge mutmasslich zwischen den Jahren sieben und vier «vor Christus» auf die Welt und starb um das Jahr 30 der heutigen Zeitrechnung.

Im (Lukas-Evangelium, Kapitel 2, Verse 1-20) wird die Weihnachtsgeschichte erzählt: Wegen einer Steuererfassung unter Kaiser Augustus gehen Josef und seine schwangere Braut Maria nach Bethlehem, dem Geburtsort Josefs.

In der Stadt ist kein Platz in einer Herberge zu finden, deshalb kommt das Kind unter ärmlichen Verhältnissen zur Welt und wird in eine Futterkrippe gelegt. Engel verkünden Hirten die Geburt des Heilands.

Wintersonnenwende

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Paul Gerhardt
Erste Belege für das Weihnachtsfest finden sich im 4. Jahrhundert in Rom. Die Gründe für die Festlegung auf den 25. Dezember als Weihnachtsdatum sind nicht vollständig geklärt. Eine Rolle gespielt haben wohl die Wintersonnenwende am 21. Dezember und die Umdeutung eines antiken römischen Staatsfestes.

Heute gehören die Gottesdienste an Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen zu den meistbesuchten im ganzen Jahr. Eines der bekanntesten Weihnachtslieder hat der protestantische Liederdichter Paul Gerhardt - an dessen 400. Geburtstag die evangelische Kirche im Jahr 2007 erinnerte - 1653 veröffentlicht. Es wurde 1736 von Johann Sebastian Bach vertont: «Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben...»

Weihnachten – gefühlsbetonten Zugang zum Glauben

Nach Ansicht des evangelischen Theologen Friedrich Daniel Schleiermacher (1768-1834) drückt das Weihnachtsfest mit seinem gefühlsbetonten Zugang zum Glauben auf vollkommene Weise das Wesen des Christentums aus. Das «grosse Geschenk» Gottes an die Menschheit - die Geburt Jesu als «Heil der Welt» - spiegele sich auch in den unter dem Weihnachtsbaum ausgetauschten Gaben.

Licht der Hoffnung

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Friedrich Daniel Schleiermacher
In fast allen Kirchen steht ein grosser Tannenbaum mit seinen Lichtern und grünen Zweigen für die Hoffnung auf die Bewahrung des Lebens trotz der Dunkelheit und Kälte des Winters. Eine Krippe mit den Figuren der Weihnachtsgeschichte soll die in der Bibel geschilderten Ereignisse vor rund 2.000 Jahren vor allem den Kindern anschaulich vor Augen führen.

Das festliche Essen, die Geschenke und das gemeinsame Feiern sind ein Symbol für die Zusammengehörigkeit der gesamten Christenheit, die weltweit gemeinsam an den Beginn ihrer Religion erinnert.

Datum: 23.12.2007
Quelle: Epd

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